Kein Training, was nun?

Wie ihr sicher alle mitbekommen habt ist das Training und vieles anderes wie Schule oder Kontakte erst einmal eingestellt. Für uns Judoka ist das natürlich besonders bitter, sind wir doch auf eine Halle und besonders unsere Matten und eine Vielzahl von Trainingspartnern angewiesen. Irgendwann jedoch wird das alles vorbei sein, und auch wenn wahrscheinlich niemand besser wieder ins Training einsteigen wird als er es zuletzt verließ, so können wir doch einiges tun um nicht ganz einzurosten.

Alle diese Übungen könnt ihr alleine und vor allem zu Hause machen, drinnen oder im Garten und vielleicht sogar mit einem Geschwisterkind, sollte es Lust dazu haben. Zuvorderst steht natürlich immer die Grundfitness, alles was wir beim Aufwärmtraining machen, seien es Liegestütz, Sit-Ups, Hockstrecksprünge oder Ebi. Wenn ihr vergessen habt was das ist, dann ist euch eigentlich bei jeder Übung hier das Internet eine große Hilfe, es gibt zu eigentlich allem Erklärvideos.

Sicherlich sind das aber alles Übungen die bis auf den Ebi nicht sehr Judospezifisch sind. Hier könnt ihr, wenn ihr alleine seid auf das Tandoku-renshu (trainieren ohne Partner) zurückgreifen, hier sucht ihr euch auf dem Boden einen festen Punkt aus an dem ihr immer wieder in euren Wurf eindreht und die Wurfbewegung ausführt, möglichst sauber und konzentriert (Youtube ist für weitere Fragen eine große Hilfe). Auch Fallübungen kann man gerade noch so im eigenen Garten üben, selbstverständlich ohne Anzug, wir wollen ja keine grünen Flecken. Auf einer härteren Grundlage als unseren Matten merkt man auch relativ zügig wie gut die Fallübungen tatsächlich sind, fangt erst einmal vorsichtig an.

Für alle die auf ein Geschwisterkind zurückgreifen können, dass sich vielleicht bestechen lässt etwas mit euch zu üben, gibt es die Uchi-Komi, das Ansetzen von Würfen mit Partner (ohne Werfen!). Meistens hilft es hierbei, wenn mindestens einer eine Judojacke trägt, damit derjenige der ansetzt besser greifen kann. Ihr wisst nicht weiter? Das Internet weiß fast alles und kann es sogar in Farbe und mit Ton wiedergeben.

Wem langweilig wird, der kann auch jetzt noch dazu lernen, es gibt immer einen nächsten Gurt der theoretisch errungen werden kann, alle Prüfungsprogramme sind frei zugänglich und können eingesehen werden um auch in diesen Zeiten nicht zum Judo-Hinterwäldler zu werden.

Nun ist eigentlich alles gesagt, niemand soll sich verpflichtet fühlen sich aktuell auch noch mit Sport auseinander zu setzen, aber wenn ihr jeden Montag und Donnerstag ab 17 Uhr mal ans Judo und das gesamte Team denkt, schadet das bestimmt niemandem.

Bleibt gesund, haltet euch an die erlassenen Kontaktbeschränkungen, verletzt euch nicht und kommt vor allem wieder, wenn die ganze Angelegenheit überstanden ist.

Euer JC Merkstein (i.A Daniel)